Froschzaun 2020

froschzaun 2019 Bordesholm

Seit dem 19.2.2020 ist der Froschzaun wieder aufgebaut- schon wieder ungewöhnlich früh für den Norden, aber die Temperaturen der letzten Tage haben dafür gesorgt, dass die Amphibien aufgewacht und losgelaufen sind.
Die Nächte sind derzeit um die 5 Grad warm bzw. kalt und es sind vor allem die Frühaufsteher unter ihnen unterwegs, aber auch auch die wollen wir gerne davor bewahren, überfahren zu werden. Jedes Leben zählt.
Der Froschzaun befindet sich wieder in der Alten Landstraße und ersteckt sich von der Haidbergstr. bis zum Schwalbenweg. Wegen der Einfahrten zu den Gebäuden hat er Lücken und das sind kritische Todespunkte für die Tierchen.
Ein Team von 10 Helfer*innen läuft den Zaun jeweils morgens und nachts ab.

Zu dem Zaun in der Alten Landstr. gehört auch die Absperrung von 100 m Straße in der Kirchhofallee. Die Absperrung wird ebenfalls vom BUND betreut und es ist ein ständiger Kampf mit einigen, wenigen Anliegern, die irgendwo hinter der Absperrung wohnen und einen Umweg über die Eckmannstraße fahren müssten, dass diese Absperrung auch geschlossen bleibt. Beobachtungen haben ergeben, dass deren Autos durchaus technisch dazu in der Lage wäre… Die meisten der Menschen verstehen aber, dass diese Absperrung für wenige Wochen im Jahr Sinn macht und halten sich daran.

Sommerferien in der Ortsgruppe Bordesholm

Auch wir verschnaufen im Sommer und machen Sommerferien. Das nächste planmäßige Treffen der Ortstgruppe findet statt am 7.9.2018 um 18 Uhr in der Galerie Göldner.

Einen schönen Sommer wünsche ich Euch und uns!!

Knickpflege – zu spät geräumtes Schnittgut gefährdet brütende Vögel!

Rotkehlchen Foto: Jan Kieckbusch red

FLINTBEK (LLUR). Die Fristen für das Auf-den-Stock-setzen von Knicks sind  llgemein bekannt. Bis zum letzten Tag im Februar war dies erlaubt. Die Frist wurde gewählt, um nicht in die Brutzeit zu geraten und damit Nester und brütende Vögel zu gefährden. Oftmals erfolgen die Arbeiten allerdings „auf den letzten Drücker“.
Damit ist dem Gesetz Genüge getan – so meint man. Das Schnittgut bleibt dann liegen und wird zu einem passenderen Zeitpunkt abgeräumt. Auch jetzt noch, sechs Wochen nach Ablauf des Schnitttermins – liegt an vielen Stellen im Land Schnittgut und wird nun von Vögeln für das Anlegen von Nestern genutzt. Bei den milden Temperaturen werden zurzeit die Reviere mit Gesang abgegrenzt und die Nester gebaut. Dabei sind Schnittguthaufen an Knicks für Arten wie Rotkehlchen und Zaunkönig, die gerne im dichten Unterholz brüten, scheinbar geeignete Brutstandorte.
Werden die Schnittguthaufen aber in den kommenden Tagen oder Wochen geschreddert, erweisen sie sich häufig als tödliche Fallen für die Tiere – Nester mit Gelegen werden zerstört und Jungvögel möglicherweise getötet.

Gemäß § 44 Abs. 1 BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) ist es verboten, wildlebende Tiere zu verletzen, zu töten, ihre Entwicklungsformen zu beschädigen oder zu zerstören. Unter diesen Schutz fallen auch die Gelege unserer heimischen Singvögel. Schnittgut sollte daher bis spätestens Mitte März entsorgt werden. Kann dies nicht erreicht werden, muss es im Zweifelsfall bis Ende September liegenbleiben, um Vögel und deren Brut nicht zu gefährden.

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Amphibienschutz in Bordesholm 2018

Alte Landstraße- Klintwiesen (M. Brzakala)

Sobald die Temperaturen über 5°C steigen, erwachen die Frösche und Kröten aus ihrer Winterruhe und machen sich auf, um in ihre Laichgründe zu wandern. Dabei suchen sie jedes Jahr die Gewässer auf, in denen sie selbst die Wandlung von der Kaulquappe zum Frosch oder zur Kröte durchgemacht haben.
Die Straßen, die sie dabei queren müssen, werden dabei leider zur Todesfalle für die Kleintiere, von denen einige schon auf der Roten Liste stehen.

In Bordesholm heißt das, dass zum Schutze der Amphibien wieder ein Frosch- und Krötenzaun entlang eines Teilbereiches der Alten Landstraße aufgestellt wird. Er sorgt dafür, dass die Frösche, Kröten, Molche zunächst in den Eimern landen, die am Zaun entlang im Erdboden versenkt sind. Anschließend werden sie von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unbeschadet über die Straße getragen.

Der Froschzaun wird je nach Witterung 4 bis 8 Wochen stehen bleiben und über diesen Zeitraum teilen sich 13 Aktive die Aufgaben.

Was ist zu tun am Froschzaun?

Die Fangeimer am Zaun müssen täglich zweimal kontrolliert und geleert werden. Einmal VOR Sonnenaufgang (ca. 5 Uhr), damit man den Krähen nicht zu einem ersten Frühstück verhilft und ein anderes Mal spät am Abend (22/23 Uhr, später ist natürlich auch möglich).
Nötig ist dafür ein eigener Eimer, der hoch genug ist, dass kein Eimergast unterwegs wieder rausspringt, eine reflektierende Warnweste zum Eigenschutz und eine nicht so starke Taschenlampe, mit der man die Tiere zwar sehen kann, aber sie nicht blendet.

Wer kann noch helfen?

Alle, die um den Bordesholmer See und der Alten Landstraße/Schwalbenweg herum während der Amphibienwanderung mit dem Auto unterwegs sind.
Bitte fahren Sie wirklich langsam in der 30-Zone, denn auch ein schnelles “nur Drüberweg” fahren ohne Reifenkontakt kann durch den Luftdruck zu inneren Blutungen und dem Tod bei den Amphibien führen.
Kröten wandern generell sehr langsam und sind dadurch besonders gefährdet. Um eine Straße normaler Breite zu überqueren, braucht eine behäbige Erdkröte schon mal mehr als eine Viertelstunde.
Auch eine Blendung durch Fernlicht ist gefährlich für die Amphibien, weil die Tiere dann in einem Schockzustand verharren und dann durch das nächste Auto getötet werden könnten.

Garten- und Hausbesitzer werden außerdem gebeten, Gullys und Lichtschächte mit feinmaschigen Netzen abzudecken, damit die Tiere nicht hineinfallen können. Zuvor sollte kontrolliert werden, ob sich nicht schon Frösche oder Kröten in Gullys und Schächten befinden. Falls ja, sollten Sie den Tieren vorsichtig heraushelfen.

Neben dem Froschzaun in der Alten Landstraße wird auch wieder die Kirchhofallee zwischen 19 und 6 Uhr nur bedingt befahrbar sein ( Straßensperrung aus Gründen des Artenschutzes nach Straßenverkehrsordnung (StVO) . § 45, Abs. 1a, Nr. 4a i. ).
Bitte nehmen Sie auch dort für die Zeit der Wanderung Rücksicht auf Mensch (FroschhelferInnen) und Amphibien.